Feste Zahnspange in Witten
Präzise Zahnkorrektur für Jugendliche und Erwachsene
Multibracket-Systeme
(feste Zahnspange)
Eine feste Zahnspange ermöglicht besonders kontrollierte und präzise Zahnbewegungen. Sie eignet sich für Jugendliche im Wachstum ebenso wie für Erwachsene mit komplexeren Zahn- oder Bissfehlstellungen. In unserer Praxis in Witten planen wir jede Behandlung individuell und digital unterstützt.

Für wen ist eine feste Zahnspange geeignet?
Eine feste Zahnspange ist besonders dann sinnvoll, wenn eine exakte dreidimensionale Kontrolle der Zahnbewegungen erforderlich ist. Sie bietet hohe Planungssicherheit – unabhängig von der täglichen Tragezeit. Feste Zahnspangen kommen unter anderem zum Einsatz bei:
- Jugendliche im Zahnwechsel oder Wachstum
- Erwachsene mit starkem Engstand oder großen Lücken
- komplexe Bissabweichungen, insb. bei skelettaler Beteiligung
- Fälle mit Extraktionen oder größeren Zahnbewegungen
Welche Fehlstellungen können korrigiert werden?
Mit einer festen Zahnspange lassen sich nahezu alle Zahn- und Kieferfehlstellungen effektiv behandeln. Durch die direkte Verbindung von Bracket und Bogen sind gezielte Bewegungen in allen Raumrichtungen möglich. Dazu gehören unter anderem die folgenden Beispiele:

Engstände

Lückenstand

Protrusion

Außenstand
Tiefbiss
(ausgeprägt)

Offener Biss
(ausgeprägt)

Kreuzbisse

Progenie
Vorteile der festen Zahnspange
Eine feste Zahnspange wirkt kontinuierlich und ist nicht von der täglichen Mitarbeit abhängig. Dadurch sind auch komplexe Zahnbewegungen planbar und biomechanisch gut kontrollierbar.
- hohe Präzision bei Zahnbewegungen
- unabhängig von der Tragezeit
- ideal bei komplexen Fehlstellungen
- kombinierbar mit Mini-Implantaten zur Verankerung
Behandlungsdauer
Die Dauer einer festen Zahnspangen-Behandlung hängt vom individuellen Befund ab. Bei Jugendlichen und Erwachsenen liegt sie meist zwischen 12 und 30 Monaten. Folgende Einflussfaktoren sind für die Behandlungsdauer ausschlaggebend:
- Schweregrad der Fehlstellung
- Patientenalter / Wachstumsphase (bei Jugendlichen)
- notwendige Zahnbewegungen (bspw. Verlagerungen)
- individuelle biologische Reaktion
Gummizüge, Verankerungshilfen und approximale Schmelzreduktion als Ergänzung für die Behandlung mit festen Zahnspangen
Intermaxilläre Gummizüge (IGZ)
Bei vielen MB-Behandlungen kommen intermaxilläre Gummizüge (Elastics) zum Einsatz, wenn neben der Zahnstellung auch die Bisslage zwischen Ober- und Unterkiefer gezielt korrigiert werden soll. Die Gummizüge unterstützen bei der Behandlung von Fehlbissen und verbessern die Verzahnung für ein stabiles, funktionelles Endergebnis. Eine konsequente Mitarbeit beim Tragen der Gummizüge ist dabei entscheidend für den Behandlungserfolg:
- verbessern die Verzahnung zwischen Ober- und Unterkiefer
- ermöglichen eine Beeinflussung der Bisslage
- individuell positioniert und temporär
- müssen vom Patienten selbst eingehängt werden
- sollten 3-5 mal pro Tag ausgetauscht werden

Approximalen Schmelzreduktion (ASR / IPR)
Bei Engständen kann es sinnvoll sein, minimalen Zahnschmelz im Kontaktbereich zwischen den Zähnen zu reduzieren. Diese sogenannte approximalen Schmelzreduktion schafft gezielt Platz, ohne Zähne entfernen zu müssen. Die Maßnahme erfolgt kontrolliert im Zehntelmillimeter-Bereich und unter strenger Beachtung der biologischen Sicherheit. Vorteile von ASR:
- Platzgewinn ohne Extraktion
- Verbesserung der Zahnformharmonie
- Unterstützung einer stabilen Frontzahnstellung
Skelettale Verankerung und moderne 3D-Technologie
In bestimmten Fällen kann eine feste Zahnspange durch skelettale Verankerungselemente oder individuell gefertigte Apparaturen sinnvoll ergänzt werden. Dazu zählen beispielsweise eine Gaumennahterweiterung (GNE), sogenannte Slider-Apparaturen oder Mini-Implantate zur stabilen Verankerung im Kieferknochen. Diese Techniken ermöglichen besonders kontrollierte Zahnbewegungen, reduzieren unerwünschte Nebenwirkungen und erhöhen die Planungssicherheit – vor allem bei komplexeren Fehlstellungen.
Durch unseren digitalen Workflow können viele dieser Apparaturen heute präzise 3D-geplant und individuell gefertigt werden. Das sorgt für eine exakte Passung, hohe Effizienz und eine moderne, schonende Behandlung. Vorteile von zusätzlicher Verankerung bei komplexen Fehlstellungen:
- Präzise Verankerung direkt im Kieferknochen für kontrollierte Zahnbewegungen
- Reduktion unerwünschter Nebenwirkungen auf nicht zu bewegende Zähne
- Effizientere Korrektur komplexer Fehlstellungen
- Digital geplant und individuell 3D-gefertigt für maximale Passgenauigkeit

Behandlungsablauf mit fester Zahnspange
Jede Behandlung beginnt mit einer umfassenden Diagnostik und einer individuellen Therapieplanung. Anschließend werden die Brackets eingesetzt und die Zahnbewegungen schrittweise gesteuert. Bei jüngeren Patienten kann eine Vorbehandlung mit herausnehmbaren Apparaturen eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Regelmäßige Kontrollen (ca. alle 5 Wochen) sichern ein stabiles und funktionelles Ergebnis.
01 Erstberatung
Persönliche Beratung und klinische Erstuntersuchung zur Feststellung des individuellen Behandlungsbedarfs. Aufklärung über mögliche Behandlungsalternativen und voraussichtliche Kosten bzw. die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die GKV, abhängig von der jeweiligen KIG-Einstufung bei Patienten vor dem 18. Lebensjahr.
02 Diagnostik
Die MB-Behandlung beginnt mit einer präzisen digitalen Diagnostik. Mithilfe eines Intraoralscans erfassen wir Ihre Zahn- und Kiefersituation abdruckfrei und komfortabel. Ergänzend erfolgen eine Fotoanalyse und Röntgendiagnostik, um eine fundierte und individuell abgestimmte Therapieplanung zu ermöglichen.
03 Planung
Auf Basis unserer digitalen Diagnostik erstellen wir eine präzise, individuell abgestimmte Therapieplanung. Nach ausführlicher Aufklärung besprechen wir gemeinsam das empfohlene Vorgehen – etwa die Einordnung verlagerter Zähne oder bei starkem Engstand mögliche Extraktionen. Unser Grundsatz: Gesunde Zähne erhalten, wann immer es sinnvoll möglich ist.
04 Aktive Behandlungsphase
Zu Beginn der Multibracket-Behandlung werden die Brackets präzise auf den Zähnen positioniert und mit einem initialen Behandlungsbogen (Nivellierung) verbunden. Dieser Bogen übt kontinuierliche, kontrollierte Kräfte zur Ausformung der Zahnbögen aus. Im weiteren Verlauf werden die Bögen schrittweise angepasst, um gezielte Zahnbewegungen umzusetzen.
In bestimmten Situationen, beispielsweise bei ausgeprägten Engständen, kann ergänzend eine approximale Schmelzreduktion (ASR) vor oder während der Behandlung sinnvoll sein.
Planmäßige Kontrolltermine erfolgen in der Regel alle 3 – 7 Wochen zur Anpassung der Bögen und zur Überprüfung des Behandlungsfortschritts. Bei Bedarf kann die Therapie zusätzlich durch digitale Verlaufskontrollen begleitet und optimiert werden. Während der Behandlung werden häufig weitere Behandlungsmittel wie Gummizüge zur Behandlung der Bisslage eingesetzt. Zur Kontrolle eines reibungslosen Behandlungsablaufs ist eine regelmäßige Zwischendiagnostik unerlässlich, um auf mögliche Nebenwirkungen der Zahnbewegung wie bspw. Wurzelresorptionen angemessen und frühzeitig zu reagieren.
05 Retention – Stabilität nach der Behandlung
Nach Abschluss der aktiven Zahnkorrektur sorgt die Retentionsphase für langfristige Stabilität. Je nach individueller Situation kommen herausnehmbare Retainer oder festsitzende Retainer zum Einsatz. So wird das erreichte Behandlungsergebnis dauerhaft gesichert. Bei herausnehmbaren Retentionsgeräten ist ein nächtliches Tragen ausreichend.
- festsitzender Retainer (Draht hinter den Frontzähnen)
- herausnehmbare Retentionszahnspangen / Schienen
- individuelle Langzeitkontrollen
Moderne Bracket-Systeme
Heute stehen verschiedene Bracket-Systeme zur Verfügung, die funktionell und ästhetisch unterschiedliche Vorteile bieten. Die Auswahl erfolgt individuell nach Befund und Patientenwunsch.

- Metallbrackets – robust und bewährt
- Keramikbrackets – dezenter und unauffälliger, vor allem im Frontzahnbereich
- Selbstligierende Brackets - bessere Mundhygienefähigkeit und kürzere Kontrollen
- moderne, reibungsarme Bogensysteme mit superelastischen Materialien
- optionale Zusatzleistungen für mehr Komfort und Sicherheit während der Behandlung
Kosten und Krankenkasse
Die Kosten einer festen Zahnspange hängen vom Befund und dem gewählten Bracketsystem ab. Bei Jugendlichen übernehmen gesetzliche Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen (KIG-Einstufung) einen Großteil der Behandlungskosten.
Wichtig zu wissen:
- GKV übernimmt bei KIG 3–5 im Jugendalter (< 18. Lebensjahr)
- Eigenanteil (10 - 20%) wird nach erfolgreichem Abschluss erstattet
- Erwachsene: individuelle Kostenplanung
- Private Versicherungen und Beihilfe je nach Tarif (teilweise keine vollständige Kostenübernahme)
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